Aggrelin-Statement zum SZ-Bericht vom 31.05.18: Vom “Kanackenevent“ zur Nazi-Plattform?

Obwohl wir im Vorfeld von Aggrelin 24 zwei Kämpfer von der Fightcard genommen haben, wurden wir in dem SZ-Artikel vom 31.05.18 (hier der LINK) in einem sehr schlechten Bild dargestellt. 

Der Autor kritisierte unter anderem, dass wir kein Statement zu seiner Anfrage abgegeben hätten. Es stellte sich erst nach interner Recherche heraus, dass wir am 29.05.18 über das Kontaktformular der Aggrelin-Homepage von dem Autor angeschrieben wurden. Wir hatten jedoch technische Probleme mit dem Kontaktformular, wodurch keine Nachrichten auf unsere E-Mail weitergeleitet wurden. Hier bleibt anzumerken, dass der Autor auf einen erneuten Kontaktversuch via Telefon, Mail im Impressum oder Facebook-Seite verzichtete. Ebenso hätte man leicht die MMA-Fachmedien oder Kämpfer kontaktieren können, das nationale MMA-Netzwerk läuft hervorragend und wir wären bald informiert gewesen.

Natürlich hätten wir wie bei den anderen Anfragen zuvor gerne zu dem Thema geantwortet.

Wir halten somit fest: Der Autor hat es nicht nachhaltig genug versucht, uns für ein Statement zu erreichen. 

Nein es kommt noch besser, der Autor geht einen Schritt weiter und möchte sich laut dem Artikel sogar auf die Fahne schreiben, dass wir aufgrund seiner Anfrage, die wir tatsächlich nie bekommen haben (siehe oben), einen der beiden Kämpfer von der Card genommen hätten. Jedoch hätte er bei vernünftiger Recherche sehen müssen, dass Seiten im Netz wie Nazifrei München, öffentlich erklären, dass sie mit uns vor seiner Anfrage bereits im Kontakt standen.

Zudem ist hinzuzufügen, dass die Fights der beiden betroffenen Kämpfer schon seit Wochen bekannt waren. Es überrascht schon etwas, dass die Infos erst in der Eventwoche bekannt wurden. In der Folge musste ein kurzfristiger Ersatz gefunden werden, was aus sportlicher Sicht mehr als unbefriedigend ist.

Wir halten somit fest: Der Autor hat ungenügend recherchiert.

Es entsteht in der Summe der Eindruck, dass der Autor Aggrelin für seine persönlichen Interessen missbraucht hat, um etwa sein Standing in der linksorientierten Szene zu verbessern oder aber mehr Aufmerksamkeit mit diesem Artikel zu erzeugen. Der Autor wäre dann in dieser Hinsicht nicht viel besser wie rechtsradikale Kämpfer, denen er unterstellt, Aggrelin für Ihre negativen, persönlichen Zwecke zu missbrauchen. 

Wir halten somit fest: Der Autor handelte möglicherweise aus egoistischen Motiven.  

Durch diesen Artikel wurde Aggrelin, welches regelmäßig mit einer Ausländer- bzw. Migrantenquote von etwa 60% bis 70% (vor und hinter den Kulissen) veranstaltet und von Kritikern in der Vergangenheit sogar in äußerst beleidigender Weise als “Kanackenevent“ bezeichnet wurde, ins rechte Lager gerückt.

Lieber SZ-Autor: Schämen Sie sich. Sie haben gehandelt wie ein Kleingeist, dem nicht klar war, dass er durch seine reißerische Presse eine Plattform der Integration zerstören könnte. 

Aggrelin ist natürlich gegen rechts (und jegliche extremistische Strömungen), wobei die rechte Gesinnung ausländischer Kämpfer noch viel schwerer einzuschätzen ist. Spätestens hier sind wird dann auf Hilfe Dritter angewiesen. Denn wenn MMA-Veranstalter in Deutschland mit „Gesinnungstests“ bei Kämpfern anfangen, bleibt irgendwann keiner mehr als Kämpfer übrig – irgendwer wird immer einen Anstoß finden.

Wir werden uns auch weiterhin vor unsere Kämpfer stellen und niemand aufgrund von reinen “Hinweisen“ und Vermutungen von den Events nehmen. Wir leben immer noch im Rechtsstaat Deutschland, wo die Unschuldsvermutung gilt – in dubio pro reo, im Zweifel für den Angeklagten!

In Deutschland herrscht auch, liebe SZ, das Resozialisierungsprinzip! Daher werden wir auch Kämpfern eine zweite Chance geben, die falsch beschuldigt wurden oder in Ihrem Leben einen neuen Weg eingeschlagen haben bzw. wollen! Jeder hat eine zweite Chance verdient!