UFC 214: Oezdermir erneut mit Blitz-KO - Jones, Woodley und Cyborg gewinnen Titelfights

Jones siegt im Main Event, Maia und Evinger unterliegen

Eine der packendsten Fightcards des Jahres wurde uns bei UFC 214 in Anaheim, Kalifornien, präsentiert - und das Programm hielt was es versprach. Dabei konnte der Rückkehrer Jon "Bones" Jones abermals seinen Status als Jahrhunderttalent untermauern und seiner Nemesis Daniel Cormier den Titel im Halbschwergewicht abnehmen. Aber auch die anderen Kämpfe auf der Main Card hatten es (überwiegend) in sich.

Volkan Oezdemir vs. Jimi Manuwa

Beide begegnen sich zu Anfang im Clinch. Als die Kämpfer sich Richtung Cagezaun ringen, entlädt Oezdemir harte Schläge mit denen er den Engländer anklingelt. Manuwa taumelt zurück, wird vom Schweizer auf die Matte gestoßen und mit hartem Ground-n-Pound ins Land der Träume geschickt. Der dritte Sieg in Folge für Oezdemir, wieder gegen einen Spitzenmann im Halbschwergewicht. Winkt jetzt schon der Titelkampf?

Robbie Lawler vs. Donald Cerrone

Der heiß erwartete Kampf der Fan-Favoriten Robbie Lawler und Donald Cerrone ging über die volle Distanz. In einem heißen Gefecht, konnte Lawler mit wildem Striking die Runde für sich entscheiden, obwhol dem "Cowboy" am Rundenende noch ein Takdedown inklusive Side Control gelang. Cerrone erholte sich aber in Runde zwei und entschied diese klar für sich und konnte viele seiner berüchtigten Kick-Schlag-Kombinationen landen. Im dritten Durchgang schenkten sich beide Kämpfer nichts, eine knappe Runde in der beide Kämpfer dem anderen zeitweise ihr Spiel aufdrücken konnten. Am Ende stimmten die Punktrichter aber zugunsten Lawlers, der damit zurück im Gespräch um einen Titelkampf ist.

Cris Cyborg vs. Tonya Evinger

Im ersten Titelkampf des Abends, im Federgewicht der Damen, fand Invicta-Bantamgewichtschampionesse Evinger einfach kein Rezept gegen die deutlich überlegene Cris Cyborg. Sie zeigte viel Kämpferherz und ließ sich zwei Runden lang von Cyborgs Offensive wenig beeindrucken. Erst in Runde drei ging sie nach einer harten Geraden und einem Knie zum Kopf zu Boden - das Ground-n-Pound finalisierte den Titeltraum der Brasilianerin, den sie sich endlich erfüllt hat.

Tyron Woodley vs. Demian Maia

Im vielleicht ereignisärmsten Titelkampf aller Zeiten sahen wir einen verzweifelten Demian Maia der gegen den Weltergewichtschampion Woodley einfach kein Mittel fand. "The Chosen One" verteidigte fünf Runden lang stolze 24 Takedownversuche des brasilianischen Mattenmagiers, brachte seinerseits aber kaum nennenswerte Aktionen ins Ziel und siegte am Ende einstimmig nach Punkten. Ein neuer Negativrekord wurde in diesem Kampf aufgestellt: der für die niedrigste Anzahl an Schlägen/Tritten, die es je in einem UFC-Kampf gab.

Daniel Cormier vs. Jon Jones

Im Hauptkampf des Abends gelang dem ehamaligen Pound-4-Pound-König Jon Jones das lang erwartete Comeback. DC war zwei Runden knapp der überlegenere, konnte Jones in Runde eins regelrecht schocken als er ihm den Mundschutz aus den Zähnen boxte. Doch in der dritten Runde gelang "Bones" ein brutaler Kick zum Kopf, gefolgt einem Kick zur Wade, welcher Cormier auf die Matte schickte. Die folgenden Punches besiegelten die erste vorzeitige Niederlage des ehemaligen US-Olympioniken, sowie insgesamt die zweite Niederlage seiner Karriere.

(Bild via facebook.com/SportMMA, Bericht via Sergej Engels)